9/8 Autobanien
Nach ausgiebigem Frühstück verabschiede ich mich gegen Mittag und düse weiter gen Süden. Eigentlich schon ziemlich spät, wenn man 500km am Tag schaffen will. Hinter Karlsruhe bin ich reif für eine Pause und finde einen Waldweg an einem Wasserlauf. Ich schaue den Forellen zu und döse vor mich hin. Beim Studieren der Karte und der Uhrzeit wird klar, 500km sind heute nicht zu schaffen. Nicht mit so wenig Schlaf und so viel Hitze.
Zum Nachmittag drückt die Sonne anständig und es sind wohl über 30 Grad. Ein Vorgeschmack auf Marokko. Zelt bei der Wärme? Ich studiere erst mal booking.com und muß feststellen, im Umkreis von Basel gehts kaum unter hundert Euro die Nacht. Dann lieber etwas weiter, oder kürzer? Kürzer! Und so entdecke ich, daß ausgerechnet das billigste Hotel am Weg einen Pool hat! Ein Pool! Das Ding war schon gebucht, da war die Seite noch nicht mal aufgebaut. Noch 150km. Schaffe ich!
Der Hotelier weißt mir Platz 1, einen Parkplatz direkt neben den Eingang zu. Sehr angemessen für einen AWO-Fahrer, finde ich. Danach das Zimmer zugewiesen und den Gang zum Pool gezeigt. Beim Anblick des Pools überlagern sich meine Gehirnfluktuationen und ich schreie innerlich „ja ja ja …“.
Keine viertel Stunde später – nach abladen und duschen – stürze ich mich in die Fluten. Ich bin allein und wie eine verspielte Robbe jongliere ich mit einem Luftball im Wasser. Ein bißchen gaga, aber Spass darf nicht nur kosten, sondern muß auch sein!