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29/08 Taxi Bongo und das Messer in der Tasche
Ein doppelter Wespenstich im Nacken und die senkrecht stehende Sonne von oben können einem dem Spaß anständig verderben. Nach all den kleinen und größeren Herausforderungen, um nicht von Problemen zu sprechen, ist nun der Zeitpunkt, das Unternehmen Portugal an dieser Stelle zu beenden. Das Auto in Reichweite geht es ein letztes mal durch die Berge über den Rio Zêzere zurück nach Mação. Dort angekommen nur schnell Carlos anrufen, und das Tor zum Platz öffnen lassen, wo mein Auto steht. Schnell? Carlos meint, der Boss muß erst die Versicherung anrufen. Schlagartig wird eine böse Ahnung zur Realität. Der Boss will statt kostenlos nun 100€ fürs Unterstellen haben. Dem Angestellten mache ich…
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28/08 Caveman
Schweren Herzens trenne ich mich vom Ambiente, würde ich es doch in dem Studio mit all den Schallplatten sicher ein paar Tage aushalten. Aus einem Reiseführer zwei Tage zuvor hab ich mir ein paar Punkte markiert, die ich für sehenswürdig halte. Doch zunächst wird erstmal die nahegelegene Winzerei aufgesucht, es soll schließlich nicht ohne einen guten Tropfen nach Hause gehen. In der Nähe von Mira de Aire, etwa in der Mitte Portugals, hat man in den letzten Jahrzehnten gleich mehrere Tropfsteinhöhlen entdeckt, zu den ich mir mit Gewalt in Form von Eintrittskarten Zutritt verschaffe. Und nun ist das Glück voll auf meiner Seite. Nein, hat nichts mit der AWO zu…
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27/08 Lisboa e o Cabo da Roca
Halb in Schräglage überwinde ich den Tejo über die Vasco-da-Gama-Brücke. Mit 12.3km Länge einst die längste Brücke Europas, bis die Russen ihre Krimbrücke gebaut haben. Es weht an anständiger Wind landeinwärts und ich vollführe einen anständigen Eiertanz auf der Straße. Dann auf direktem Wege in die Altstadt von Lissabon die tagszuvor markierten Punkte angesteuert, ohne zu wissen, ob ich die überhaupt erreiche. Lissabon hat Umweltzonen, und Altstädte sind nicht selten autofrei. Von den Umweltzonen bekomme ich nichts mit, vielleicht weil ich es auch garnicht genau wissen will. Ich möchte mein Foto mit AWO und eine dieser alten Straßenbahnen haben. Tja, und autofrei gibts auch nicht, stattdessen Stau in allen Gassen.…
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26/08 Lissabon!?
Auf nach Lissabon! Oder? Booking.com sagt mir teuer. Unter 100€ die Nacht gibts zwar was, aber entweder liegt es an der Partymeile, und damit ist an Schlaf nicht zu denken, oder es scheint eine ruchlose Absteige zu sein. Siehe die Nacht vom Freitag auf Samstag kurz vorm Heimflug. Nach reiflicher Überlegung entscheide ich mich für Ruhe auf einer Tierfarm kurz vor den Toren Lissabons und gegen Überraschungen mitten in der Stadt. Und damit auch gegen ein Jazzkonzert, was ich mir bereits ausgesucht hatte. Man kann eben nicht alles haben. Mit Beginn der Fahrt fängt es an zu regnen, womit das Fotografieren wieder sehr tricky wird. Dafür ist die Fahrt absolut…
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23-25/08 Dacia get the AWO
Die Vorstellung, wie die AWO samt Gepäck nach Deutschland transportiert werden soll nach dem Umfaller, lässt mir keine Ruhe. Nur eine Nacht drüber schlafen und meine Entscheidung steht. Ich fahre mit meinem Pickup und hole den kompletten Haufen selbst ab. Und weil ich schon mal die Möglichkeit habe, nehme ich auch eine komplette Zündanlage mit. Vielleicht gelingt mir eine schnelle Reparatur und der Fahrspass kehrt zurück. Dann dreh ich in Portugal wenigstens noch eine kleine Runde. 2577km liegen vor mir, ohne Mautstrecken. 3 Tage rechne ich, mit pennen auf der Ladefläche. Nach Kaffee und Mittag bei Raik geht es auf die Bahn. An Frankfurt vorbei, leider längst nicht innerhalb einer…
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22/08 Fluchtflugzeug
Nur raus aus dem Loch. Das Taxi (Uber) steht pünktlich 5 Uhr vor der Tür. Allerdings will der ein Pincode haben. Also rufe ich den Herbergsvater an und erbitte den Code, welchen er mir schlaftrunken gibt. Und ich spüre durchs Telefon, wie er verbittert ist, weil er vergessen hat, mir abends zuvor bereits den Code zu übermitteln. 15 Minuten später sind wir am Flughafen Lissabon und mich hauts aus den Latschen. Nein, ich bekomme Angstzustände. Als (fast) völlig Unkundiger bezüglich Checkin und im Finden des richtigen Gates auf einem großen Flughafens bin ich leicht überfordert. Viel zu viel Menschen so früh am Morgen, zuviel Fremdsprachen, zu undurchsichtige Wegweiser. Ich will…
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21/08 In 3 Tagen nach Lissabon – Tag 3: Ignition error
Hat ein Motorrad eine Seele, einen Willen, oder sowas? Oder einfach nur eine Macke? Wieso fährst du einen Tag glücklich ins gelobte Land, und am Tag darauf hat sich das Ding zickig, um nach Anschiß überhaupt keinen Ton mehr von sich zu geben?Immer wieder kommt es seit Beginn der Fahrt am heutigen Tag zu kurzen Zündaussetzern. Da ich trotz 350km bis Lissabon sehr gut in der Zeit liege, mach ich eine kleine Pause und check die Zündanlage in der Luftfilterbox. Ich kann nichts erkennen, schau mir nur die Verdrahtung und verschiebe Zündspule und -modul etwas. Besser, aber nicht lange. Beim Tankstopp 160km vor Lissabon nehme ich mich der Sache genauer…
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20/08 In 3 Tagen nach Lissabon – Tag 2: Gestrandet am Rio Câo
La Autobaniérã heißt es heute. Ich verlasse Rioja, ohne wirklich was vom Weinanbau zu sehen. Und nach einer knappen halben Stunde revidiere ich meine Kleiderwahl. Unter Eindruck des gestrigen sehr warmen Tages bin ich heute zu fluffig losgefahren und lege mir nun erst mal einen anständigen Halswärmer und Handschuhe an. Danach hangle ich mich von Tankstopp zu Tankstopp – alle 200km – und von Windschatten zu Windschatten hinter den Trucks. Klimatisch bedingt habe ich bis Lissabon Gegenwind, und der ist nicht ohne. Bergauf sind so manchmal nur 60 Sachen drin. Trotzdem läuft es entspannt. In Deutschland würde man von geringem bis sehr geringem Verkehrsaufkommen sprechen. Ich bin echt überrascht, da…
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19/08 In 3 Tagen nach Lissabon – Tag 1
So schön abgelegen, ruhig und schön die Herberge in den letzten 2 Tagen auch war, so eindrucksvoll das letzte Wochenende in der Grotte de la Verna auch sein mag, jetzt ist Schluß mit der Schnitzerei, von wegen ein Schritt vor und zwei zurück. Der neue 3. Gang, gefeiert, aber gestern. Ab jetzt wird geklotzt, damit Lissabon nicht als Traum verrinnt, wie der Schweiß unterm Helm bei afrikanischer Hitze. Ich komme mir schon wie ein Berufspendler vor, als ich abermals nahe der Grotte de la Verna vorbei komme. Über Larrau gehts den Pass hinüber nach Spanien, allerdings nicht ohne am höchsten Punkt Siesta zu machen mit Kaffee und Füße in den…
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18/08 3. Gang mit Panoramablick