-
20/08 In 3 Tagen nach Lissabon – Tag 2: Gestrandet am Rio Câo
La Autobaniérã heißt es heute. Ich verlasse Rioja, ohne wirklich was vom Weinanbau zu sehen. Und nach einer knappen halben Stunde revidiere ich meine Kleiderwahl. Unter Eindruck des gestrigen sehr warmen Tages bin ich heute zu fluffig losgefahren und lege mir nun erst mal einen anständigen Halswärmer und Handschuhe an. Danach hangle ich mich von Tankstopp zu Tankstopp – alle 200km – und von Windschatten zu Windschatten hinter den Trucks. Klimatisch bedingt habe ich bis Lissabon Gegenwind, und der ist nicht ohne. Bergauf sind so manchmal nur 60 Sachen drin. Trotzdem läuft es entspannt. In Deutschland würde man von geringem bis sehr geringem Verkehrsaufkommen sprechen. Ich bin echt überrascht, da…
-
19/08 In 3 Tagen nach Lissabon – Tag 1
So schön abgelegen, ruhig und schön die Herberge in den letzten 2 Tagen auch war, so eindrucksvoll das letzte Wochenende in der Grotte de la Verna auch sein mag, jetzt ist Schluß mit der Schnitzerei, von wegen ein Schritt vor und zwei zurück. Der neue 3. Gang, gefeiert, aber gestern. Ab jetzt wird geklotzt, damit Lissabon nicht als Traum verrinnt, wie der Schweiß unterm Helm bei afrikanischer Hitze. Ich komme mir schon wie ein Berufspendler vor, als ich abermals nahe der Grotte de la Verna vorbei komme. Über Larrau gehts den Pass hinüber nach Spanien, allerdings nicht ohne am höchsten Punkt Siesta zu machen mit Kaffee und Füße in den…
-
18/08 3. Gang mit Panoramablick
-
17/08 Das Warten hat ein Ende
-
16/08 Jump back / Farm der Tiere
-
15/08 Die Reise zum Mittelpunkt der Erde
7.30 Uhr, der Wecker klingelt. Alles ist klamm nach dem Gewitter gestern, aber ich muß in die Klamotten kommen. Schnell das bestellte Baguett in der Rezeption abgeholt, ein sehr kurzes Frühstück erledigt, und auf zur Grotte de la Verna. Am Treffpunkt wird in einen alten Landrover umgestiegen und mit Dieselgeruch im Fahrgastraum gehts hinauf zum Höhleneingang. Jeder bekommt seinen Helm mit Lampe verpasst und dann beginnt der Einstieg. Durch einen langen Gang zerrt es wie Hechtsuppe. Ich habe von Temperaturen von 5 oder 10°C gelesen in der Hölle. Man soll sich mit Trakkingschuhen ausrüsten und warme Klamotten anziehen. Ich sehe einige der Besucher in Tshirts und Freizeitschuhen. Dem Führer der…
-
14/08 Mit 3-Gang-Getriebe kommt man auch ans Ziel
-
13/08 Mopedprinz sticht Ted
Die Sonne hatte gestern Abend ein Loch. Dachte, das geht nicht gut und hab mir den Zeltaufbau gespart. Nur auf die Matratze gelegt und in die Sterne geguckt. Und was soll ich sagen, der Schrecken nahm seinen Lauf. Erst kurz vor Mitternacht übernahmen die Eltern wieder die Macht über ihre Kinder von meinem Liegeplatz nebenan. Als diese Schlacht ausgefochten war, kamen die Nachbarsleut vom Grundstück nebenan und gaben sich alle Mühe, keine Gedanken an Nachtruhe zu verschwenden. Da wurde Fiffi hinterhergebrüllt, weil der wahrscheinlich auch die Schnauze voll hatte und stiften wollte. Danach wurde nach der Katze gerufen, welche dann auch irgendwann über den Zeltplatz trottete und durch den Zaun…
-
12/08 Black Hole Sun
Ein gediegenes Frühstück mit Aussicht in völliger Ruhe. So mußt das sein! Mit meiner Weitsicht am heutigen Tag war es nicht ganz so weit her. Erst ein Stück schnell, dann rechts ab in den Parc naturel régional des Monts d’Ardèche. Da hab ich mich ganz schön verheddert und verliere viel Zeit. Trödeln war heute nicht angesagt, denn Abends sollte die Welt untergehen. Jedenfalls, wie man das früher so dachte. Die Straßen, nicht breit genug, daß ein Motorrad und Auto aneinander vorbei passen würden, meanderten nicht, sondern kringelten sich förmlich um die Berge und durch die Täler. Und mit einmal war Schluß, Sackgasse. Aber eine ausgesprochen schöne. Bois d’Abeau, ich hätte…
-
11/08 Schluchtenstürmer mit feuchtem Ende
Wenn der Campingplatz eine Eselfarm und sonstige Bespassung anbietet, dann geht das für einen sich nach Ruhe und Naturgeräusche sehnenden „ich-will-hier-einfach-nur-raus-und-meine-Ruhe-haben“-Mitbürger – also mich – in der Regel schief. Es hatte eher den Charme eines Ferienlagers. Selbst Babys werden in dieser Affenhitze mitgeschleppt und finden entsprechend keine Ruhe. Keine Ruhe, das ist der Grund der fast schlaflosen Nacht.Nun denn, auf zur nächsten Etappe. Grenoble links liegen lassend durch Berge und Täler weiter gen Süden. Im Navy den Typ „szenisch“ eingestellt und ab die Fuhre. Warum ich diesem Technikkram überhaupt immer wieder eine Chance gebe, weiß ich selbst nicht. Ich frage mich das – und ich habe gerade genug Zeit das…